Kaum eine Branche in Deutschland wird so stark von den Veränderungen der regulatorischen Rahmenbedingungen geprägt wie die Energiewirtschaft. Man spricht von einer Transformation der Utility-Branche – einer Branche, die noch vor zehn Jahren kaum Wettbewerb kannte und sich diesem binnen kürzester Zeit stellen muss. Die Studie verdeutlicht wie sich die rasanten Veränderungen der letzten Jahre auf die Organisation auswirken und beleuchtet, wie Unternehmen auf die Vielzahl und Komplexität der Fragestellungen reagieren. Zudem wird aufgezeigt, wie die Energieunternehmen mit der zukünftigen Entwicklung gesetzlicher und marktwirtschaftlicher Rahmenbedingungen umgehen können.
Die wesentlichen Trends der Studienresultate lassen sich wie folgt zusammenfassen:
- 90 % der befragten Unternehmen betreiben eine Mehrspartenorganisation mit Strom, Gas und Fernwärme. In 34 % der befragten Unternehmen sind die Segmente jedoch nicht organisatorisch verankert, sondern werden innerhalb der Wertschöpfungsstufen gesteuert.
- Neue Geschäftsfelder werden häufig in einem organisatorisch selbstständigen Ver-antwortungsbereich entwickelt (z. B. Energiedienstleistungen, Erneuerbare Energien). Inhaltliche und marktseitige Defizite in den neuen Geschäftsfeldern werden verstärkt durch Partnerschaften und Kooperationen kompensiert. Gleichzeitig deckt sich hierüber ein Teil des Kapitalbedarfs für Investitionen.
- Die kommunalen Strukturen in den meisten Stadtwerken sind eine personalpolitische Herausforderung bei der kurzfristigen Realisierung von Kosteneffizienzen.
- Die Möglichkeit die Einkaufsfunktion stärker zu poolen, z. B. über bestehende Ein-kaufsplattformen oder in Form von Zweckgemeinschaften mit „befreundeten“ Unter-nehmen, wurde bisher nur unzureichend genutzt. Zudem wird dies aufgrund der Langfristigkeit der vereinbarten Lieferverträge erschwert. Dies verringert die Chancen von kleineren und mittleren Unternehmen, die steigende Volatilität des Marktes optimal auszunutzen und die zunehmende Anzahl strukturierter Produkte zu möglichst geringen Kosten den Kern- und Unterstützungsprozessen bereitzustellen.
- Unter dem erhöhten Kostendruck bei gleichzeitigem Investitions- und Instandhal-tungsstau werden auch Kooperationen im energiewirtschaftlichen Kerngeschäft ver-stärkt zum führenden Modell.
- In den Support-Bereichen wird eine Zentralisierung von Servicegesellschaften weiter fortschreiten. Tätigkeiten mit regionalem und operativem Bezug werden dezentral bleiben (wie z. B. Instandhaltung, Stördienst, operatives Controlling, Werkschutz, Qualitätssicherheit).
Zum Erhalt der vollständigen Studie in elektronischer Form füllen Sie bitte das folgende Bestellformular aus.
Gern stehen wir Ihnen für Fragen und weitere Informationen zur Verfügung:
Jens Raschke, +49.172.6767830, jens.raschke@bearingpointconsulting.com
Carolin Knoche, +49.172.6767296, carolin.knoche@bearingpointconsulting.com


