Die Industriestudie in Kooperation mit der Technischen Universität Berlin und des Dachvebandes pdma zeigt Defizite des Top Managements in der Steuerung von Forschung und Entwicklung auf. Demnach liegt bei 80% der befragten Unternehmen ein deutliches Verbesserungspotenzial in der Planung ihrer Entwicklungsaktivitäten vor - nur wenige können einen Best Practice-Ansatz vorweisen. 70% vernachlässigen Aspekte der Governance für eine strukturierte Unternehmensführung und sogar 77% können ihren hohen Managementanspruch an ein effektives R&D Controlling durch die existierenden Prozesse und Systeme nicht umsetzen. Dem Topmanagement sowie Bereichsleitern werden wichtige Informationen nicht adäquat angeboten, um Transparenz über Status und Risiko zu erlangen und die am Innovationprozess Beteiligten optimal zu führen.
In der Untersuchung wurden geschäftsführungsnahe Innovationsmanager und Produktent-wicklungsleiter von 40 deutschen Unternehmen aus den Segmenten Industrie, Transportation, der Automobil- und HighTech-Branche dazu befragt, inwiefern eine effektive R&D Steuerung durch die Etablierung konzernweiter Governance-Strukturen, Management-Buy-In und implementierten IT-basierten Prozessen tatsächlich betrieben wird. Dabei wurden mehrere Dimensionen einer ganzheitlichen strategischen Steuerung analysiert, die sich zu zwei Haupteinflussfaktoren verdichten ließen - einerseits Themen der Governance, Strategieeinbindung und Unternehmenskultur; andererseits funktionale und operative Aspekte wie Prozessqualität, Systemreife und die Integration des Ressourcenmanagements.
Die Studie liefert aufschlussreiche Ergebnisse über wesentliche Erfolgsfaktoren zur Steuerung einer effektiven Produktentwicklung. Zudem sind typenspezifische Optimierungsansätze für Unternehmen bzgl. kontrollierter Strategieumsetzung, effizienterer Portfolioprozesse und geeigneter Governance-Modelle umfangreich beschrieben.
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